Richtiges Verhalten am, im und auf dem Wasser

«Ich möchte meinen Beitrag zur Wasserunfallprävention leisten»

Séverine Vollmar, 36, engagiert sich seit 1999 bei der SLRG. Aktuell ist sie Kursleiterin bei der SLRG Luzern und Mami. Die Flexibilität in diesem Freiwilligen Engagement schätzt sie besonders.

Wie bist Du zu SLRG gekommen?

Im Alter von zwölf Jahren bin ich durch meinen älteren Bruder zur SLRG gekommen. Er war zu diesem Zeitpunkt bereits Jugendleiter und leitete Jugendtrainings. So habe ich das Jugendbrevet absolviert und weil es mir so gut gefallen hat, habe ich im Anschluss gleich das wöchentliche Training besucht. Mit vierzehn wurde ich dann Jugendleiterin bei einer Schwimmschule und später dann ebenfalls Kursleiterin, Expertin und Vorstandsmitglied bei der SLRG Weinfelden. Es gab Tage da war ich an vier Tagen in der Woche am und im Wasser. Es war eine tolle Zeit.

Was gefällt Dir besonders an der SLRG?

Mir gefällt es, dass die SLRG durch die zahlreichen lokalen Vereine, Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen einfachen und bezahlbaren Zugang zur Wassersicherheit gibt. Mit den Kursen und Trainings fördern die Vereine das Schwimmen, den Rettungsschwimmsport und auch den sozialen Austausch mit Vereinsanlässen. Ebenso gefällt es mir, mich laufend weiterbilden zu können, sodass mein Wissen immer auf dem aktuellen Stand ist.

Was ist herausfordernd?

Herausfordernd ist sicherlich, dass die Vereine, insbesondere auch kleinere Vereine, gerade dafür auf ehrenamtliche Arbeit angewiesen sind. Es ist immer herausfordernder Leute für einen Verein zu gewinnen. Das ist schade, denn es gibt viele Möglichkeiten sich bei der SLRG einzubringen.

Du bist Mami, berufstätig und engagierst Dich nebenbei noch ehrenamtlich als Kursleiterin. Was bedeutet Dir diese Kursleiter-Tätigkeit? Und wie bringst du das alles unter einen Hut?

Mit der Kursleitertätigkeit möchte ich gerne etwas von meinem Wissen weitergeben. So kann ich einen Beitrag zur Wasserunfallprävention leisten. Ich erlebe die Kurse und den Austausch mit den Teilnehmern jeweils als grosse Bereicherung und erhalte von den Teilnehmern viel Wertschätzung zurück.

In der SLRG Luzern sind wir gut organisiert. So kann ich je nach Auslastung, beruflich und privat, entscheiden, wieviel Zeit ich als Kursleiterin investieren kann. Das schätze ich sehr und gibt mir viel Flexibilität.

Als Kursleiterin kommst Du mit vielen Leuten in Kontakt, die eine Wassersicherheitsausbildung absolvieren. Gibt es Erfahrungen, die Du als Mutter gemacht hast, welche Du in den Kursen den anderen Teilnehmenden weitergeben kannst?

Ich habe zwei Töchter, die sehr unterschiedlich sind. Während meine ältere Tochter auch als Kleinkind stets in meiner Nähe blieb, nutzt meine jüngere Tochter öfters die Gelegenheit auszubüxen. Wer mit Kindern ans Wasser möchte, sollte sie gut kennen und sie einschätzen können. Eine gute Organisation und Kommunikation ist hier besonders wichtig.

Was ist Dir besonders wichtig, wenn Du mit Deinen Kindern/Deinem Kind am Wasser bist?

Mir ist es wichtig, dass meine Kinder die Gefahren und Regeln am Wasser kennen. Wenn wir am Wasser sind, dann schauen wir uns gemeinsam an, wo sie sich bewegen dürfen und wie weit sie ins Wasser dürfen. Meine ältere Tochter kennt die Gefahren im und am Wasser bereits sehr gut. Mit zweieinhalb Jahren war sie auf einem Segeltörn in der Karibik mit dabei. Wir haben sie vor der Reise gut für die Zeit auf dem Meer vorbereitet und haben Wassersicherheitskurse besucht.