Aus der Jubiläumsschrift

Die Pioniere des Weggiser Rettungsschwimmens

 

Wie Eingangs der Jubiläumsschrift erläutert, sind keine schriftlichen Dokumente aus der Gründerzeit mehr vorhanden.  Eine kurze Zusammenfassung der Entstehungsgeschichte ist aus dem folgenden Artikel der «Wochen-Zeitung» vom 13.  November 1953 zu entnehmen, der damals anlässlich der Konferenz der Sektionspräsidenten und des Zentralvorstandes der SLRG in Weggis erschienen ist:

Im Jahre 1936 gründeten einige junge Männer den Schwimmklub Weggis, welcher in seinen Statuten die Förderung des Schwimmens im Interesse des Kurortes zum Ziele setzte.  Man trainierte die verschiedenen Schwimmarten, arrangierte gemeinsame Dauerschwimmen (Seeüberquerungen) oder belustigte sich mit humoristischen Sprüngen ins Wasser; doch fehlte dem Schwimmklub die nötige Schwimmbahn und ein bestimmter Zweck seines Einsatzes.  Der damalige Sportlehrer Max Haas brachte im zweiten Schwimmklubjahr seine vollste Begeisterung für des Rettungsschwimmen mit nach Weggis, und sofort wurde der ideale Gedenke des sportlichen Helfers in der Not von einigen forschen Mitgliedern verstanden und der erste Kurs für Rettungsschwimmer gestartet.  Mit der Brevetprüfung im Herbst 1937 unter der strengen, fachkundigen Expertise der Herren Dr. R. Bucher, unseres verehrten Herrn Zentralpräsidenten, und seines Bruders, Herrn Dr. Otto Bucher, war der Lebensrettungsgedanke in zehn junge Menschen hineingepflanzt, die als die Pioniere der Weggiser Rettungsschwimmer angesehen werden können.  Das Brevet II erforderte den Ausweis eines Samariters, und so wurde in diesem Zusammenhange in Weggis nach vielen Jahren wiederum ein Samariterkurs durchgeführt mit anschliessender Prüfung.  Gleichzeitig gründete man den heute erfolgreichen Samariterverein Weggis. Jeden Sommer trafen sich nun die Rettungsschwimmer zur Wiederholung ihres Könnens und zur Weiterbildung und Ausbildung der Jugend, Es gab wiederum begeisterte junge Menschen, weiche sich durch intensives Training zur Prüfung vorbereiteten, und so konnten in Weggis bis heute in 13 Prüfungen die erfreuliche Zahl von 135 tapferen Rettungsschwimmerinnen und -schwimmern mit dem Brevet-I der Schweizerischen Lebensrettungs-Gesellschaft ausgezeichnet werden.  Einmal war das Strandbad der Schauplatz einer Prüfung für Brevet II, welche dazumal 14 Experten zum wohlverdienten Ausweis verhalf.

Alle Brevetierten von Weggis waren Mitglieder der Sektion Luzern, bis im Jahre 1946 eine selbständige Sektion gegründet wurde.

Von der zahlenmässig kleinsten Sektion der Schweiz war dann in den letzten Jahren über die Tätigkeit der Mitglieder nur Erfreuliches zu berichten. Nebst den üblichen Wiederholungskursen stellten sich die Leute der Sektion als Aufsichtspersonen im Strandbad zur Verfügung. Das Strandbad Weggis hatte bis heute das grosse Glück, keinen Todesfall durch Ertrinken beklagen zu müssen, An den Schweizerischen Sektionstreffen waren die Leute von Weggis von Anfang an in verschiedenen Disziplinen sehr stark und konnten als Anerkennung den schönen Wanderpreis in der Kategorie C schon dreimal mit nach Hause nehmen.  Ebenso ist die Sektion bis heute im Rettungsring- und Ballwerfen-Turnier ungeschlagen geblieben.

 

‚Die eigentlichen Pioniere der Weggiser Lebensretterinnen und –retter’.  Brevet-I-Kurs 1937.

Von links nach rechts: Pia Spicker, Gustav Helfenstein, Werner Isele, Hans Zimmermann (Post-Hotel), Karl Mettler, Josef Stalder (Hotel National), Max Haas (Sportlehrer im Strandbad), Alfred Amman, Xaver Zimmermann, Franz Portmann, Andreas Waldis und Prüfungsexperte Dr. med.  Rudolf Bucher.

 

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