Sicher am offenen Wasser

Gute Vorbereitung ist die halbe Miete – dieses Sprichwort trifft auch für einen sicheren Aufenthalt an offenen Gewässern zu. Wer gerne neue und unbekannte Badeplätze besucht, der muss sich auch entsprechend vorbereiten. Mit den nachfolgenden Ratschlägen möchten wir Ihnen aufzeigen, wie Sie dies am einfachsten tun.

    

 

Lage auskundschaften

Haben Sie ein neues Plätzchen entdeckt, das verlockend zum Baden einlädt? Dann erkunden Sie am besten zuerst den Uferbereich. Wo gibt es geeignete Ein- und Ausstiegsstellen und was zeichnet diese aus? Am See sind windgeschützte Buchten mit wenig Uferbewuchs und sanft abfallendem Ufer hin zum Wasser ideal. Am Fluss gilt es nebst dem Uferbereich vor allem auch die Strömungen einzuschätzen. Hinter grossen Steinen und in den Innenkurven des Flussverlaufs findet sich oft langsamer strömendes und somit weniger kraftvolles Wasser – also geeignete Plätze für den Ein- und Ausstieg genauso wie zum Baden. Ist der passende Ort gefunden, sollten Sie langsam ins Wasser waten. Dies deshalb, weil Seen und Flüsse meistens trüb sind und man nicht sieht, wie steil das Ufer abfällt. Dazu empfiehlt sich, leichtes Schuhwerk zu tragen, damit Scherben oder spitzige Steine den Badespass nicht trüben. Einmal im Wasser, ist es in Ufernähe am sichersten. Denn besonders in Flüssen sind Gefahren wie Strömungen, Wirbel, Äste oder andere Objekte unter der Wasseroberfläche vom Ufer aus oft nicht sichtbar und stellen ein grosses Sicherheitsrisiko dar.

 

Informationen einholen

Nebst einem gesunden Mass an Eigenverantwortung, ist es auch wichtig, sich vor Ort zu informieren. Die lokalen Tourismusbehörden, aber auch die SLRG-Sektionen der jeweiligen Region sind dazu die richtigen Anlaufstellen. Sie kennen die Eigenheiten «ihrer» Seen oder Flussabschnitte und tragen mit ihrem Wissen viel zu einem sicheren Wasseraufenthalt bei.

 

Nie in trübe oder unbekannte Gewässer springen

Jeden Sommer sieht man sie – Leute, die von Brücken in Flüsse springen. Ein solcher Sprung in zu seichtes Wasser, der Aufprall auf andere Schwimmer oder auch auf Schwemmholz, das unscheinbar im trüben Wasser treibt, kann zu schweren Kopf- und Rückenverletzungen oder gar einem Genickbruch führen. Aus diesen Gründen sollten solche Sprünge vermieden werden. Wird ein Sprung in ein unbekanntes Gewässer aufgrund einer Rettung oder Bergung trotzdem notwendig, so springt man immer mit leicht angewinkelten Beinen voran, um mit dem Körper eine möglichst grosse Eintrittsfläche zu schaffen. Diese verhindert, allzu tief ins Wasser einzutauchen.

 

Rettungssprung

 

Wussten Sie schon?

Sind Sie bereits Rettungsschwimmer mit einem Brevet Plus Pool und möchten sich in den Bereichen See oder Fluss weiterentwickeln? Dann sind unsere Module «See» und «Fluss» vielleicht die perfekte Weiterbildung für Sie… 

    

 
 

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