Retten mit geringstem Risiko

Jede Rettung aus dem Wasser birgt Risiken. Um diese jedoch so gering wie möglich zu halten, möchten wir Ihnen nachfolgend aufzeigen, wie Sie in einer Notsituation schnell und richtig handeln.

    

 

Selbstschutz

Das Wichtigste bei einer Rettung ist der Selbstschutz. Deshalb gilt: Um sich selber zu schützen, wählt der Retter in einer Notsituation stets diejenige Rettungsmöglichkeit, welche das geringste Risiko für ihn selbst aufweist. Die aktuelle Situation (Ist die in Not geratene Person verletzt? Ist sie ansprechbar?) genauso wie die Umwelteinflüsse (Wassertemperatur, Strömung im Fluss, etc.) beeinflussen das Vorgehen und die Wahl des Rettungsmittels massgeblich. Grundsätzlich kann man sagen, die sicherste Rettung ist diejenige, bei welcher sich der Retter nicht ins Wasser begeben muss.

 

Rettungsmöglichkeiten

Kommt es zu einer Notsituation, so ist es wichtig, als erstes weitere Helfer zu alarmieren und anschliessend mit der Rettung zu beginnen. Nachfolgend zeigen wir Ihnen Rettungsmöglichkeiten auf, beginnend mit demjenigen Vorgehen, welches das kleinste Risiko birgt:

  • Zurufen: Ist der Rettling in Rufweite, so kann er durch zurufen beruhigt werden und hat einen Orientierungspunkt am Ufer. Oft reichen klare Anweisungen, anhand derer sich der Rettling selbstständig in Sicherheit bringen kann.
  • Reichen: Durch das Reichen eines Gegenstandes (Ast, Paddel) kann der Rettling aus der Gefahrenzone gezogen werden.
  • Werfen: Befindet sich der Rettling in Wurfweite, so kann er durch Zuwerfen eines Rettungsrings oder Wurfsackes an Land gezogen werden.
  • Fahren/Rudern: Besteht die Möglichkeit, den Rettling innert nützlicher Frist rudernd oder fahrend zu erreichen, so ist diese dem Einstieg ins Wasser vorzuziehen.
  • Gehen/Waten: Sind die oben stehenden Möglichkeiten undurchführbar, versucht der Retter den Rettling gehend zu erreichen. So kann dieser an Land gebracht werden, ohne dass der Retter schwimmen muss.
 

Alternative Rettungshilfen

Falls kein Rettungsmittel verfügbar ist, bieten improvisierte Rettungshilfen eine gute Alternative. Auftrieb bieten zum Beispiel Bälle, Flügeli, Schwimmbretter, Kanister oder PET-Flaschen, an welchem sich die in Not geratene Person festhalten kann. Aber auch an den Fuss- sowie Taillenenden verknotete Jeans, welche dem Rettling zugeworfen werden können, bieten im Notfall – durch die eingeschlossene Luft – kurzfristig Auftrieb.

 
 

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