Nie überhitzt ins Wasser springen!

Bei heissen Temperaturen will man nur eins – rein ins kühle Nass und sich erfrischen! Ein solcher Sprung ins kalte Wasser kann Abkühlung bringen – oder, bedingt durch den Temperaturschock, auch lebensgefährlich sein. Wir zeigen Ihnen nachfolgend auf, was in einer solchen Situation mit dem Körper passiert und mit welchen einfachen Mitteln Sie diese Gefahr umgehen können.

    

 

Der Temperaturschock und seine Folgen

Die grossen Temperaturunterschiede zwischen Wasser (z. B. 18 °C) und Luft (30 °C) sind für den Körper eine enorme Stresssituation. Ein Sprung ins kalte Wasser ohne vorherige Anpassungszeit, führt dazu, dass sich die Adern schlagartig verengen und der Blutdruck stark ansteigt. So lastet ein gewaltiger Druck auf dem Kreislauf, was im schlimmsten Fall zu einem Herzinfarkt oder Schlaganfall führen kann. Besonders gefährdet sind dabei ältere Menschen oder Personen mit einem bereits schwachen Herz-Kreislauf-System. Aber auch Muskelschmerzen, welche zu Krämpfen führen können, sind die Folge bei fehlender Anpassungszeit. Eine Folge, die im Wasser fatale Auswirkungen haben, wenn man es nicht mehr schafft, an Land zu schwimmen.

 

Vorbeugen mit einfachen Mitteln

Gibt man dem Köper Zeit, um sich an den Temperaturunterschied zu gewöhnen, können diese Gefahren auf ein Minimum reduziert werden. Am einfachsten geht dies, wenn man vor dem Gang ins Wasser eine Dusche nimmt. Fehlt die Dusche, so kann man auch langsam ins Wasser laufen, die Arme abwechselnd eintauchen und damit das Gesicht und den Oberkörper benetzen. So kann sich der Körper Schritt für Schritt an die kühlere Wassertemperatur gewöhnen und einem sicheren Wasserspass steht nichts mehr im Wege.

 

Vorsicht vor Unterkühlung

Ist man einmal im Wasser, geniesst man die Abkühlung in vollen Zügen. Dabei darf aber nicht vergessen gehen, wieder rechtzeitig aus dem kühlen Nass zu gehen, bevor man zu frieren beginnt. Der Körper verwendet im Fall einer Unterkühlung die verbleibende Energie dazu, die lebenswichtigen Organe zu versorgen und die Kerntemperatur aufrecht zu halten. Dies führt dazu, dass die Bewegungsenergie nach und nach schwindet. Oft fehlt dem Schwimmer dann die nötige Kraft, um das rettende Ufer zu erreichen.

     

Kurz zusammengefasst kann man sagen: Auch wenn der Sprung ins kühle Wasser noch so verlockend ist, geben Sie dem Körper die Chance, sich an den Temperaturunterschied zu gewöhnen und hören Sie auf Ihre Körpersignale. Wir wünschen Ihnen viel Spass am, im und auf dem Wasser!

 
 

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