Flussregel 6

Unterkühlung kann zu Muskelkrampf führen. Je kälter das Wasser, umso kürzer der Aufenthalt im Wasser!

 

Die Kältetoleranz unseres Körpers ist sehr gering, so dass der Regulationsmechanismus nur bis zu einem Temperaturabfall auf ca. 35 °C Körperkerntemperatur funktioniert. Kühlt der Körper weiter ab spricht man von einer  Unterkühlung (Hypothermie). Eine Unterkühlung führt zu Leistungsminderung, Muskelkrämpfen und Durch­blutungs­störungen. Dadurch wird das Ertrinkungsrisiko massiv erhöht.

 

Techniken zum Lösen von Muskelkrämpfen werden im SLRG Modul See vermittelt:

 

Oberschenkelkrampf

 

Wadenkrampf

 

Fingerkrampf

 

Schweizer Freigewässer haben durchschnittlich während 7 Monaten pro Jahr eine Wassertemperatur von unter 14 °C. Während 5 von diesen 7 Monaten ist das Wasser sogar kälter als 8 °C. Da die Reaktion des Körpers auf das kalte Wasser von Person zu Person unterschiedlich stark ist, existieren seitens SLRG keine offiziellen Regeln für die maximale Aufenthaltsdauer im kalten Wasser.

 

Das SLRG Modul Hypothermie vermittelt interessierten Rettungsschwimmern in der Praxis die Auswirkungen von kaltem Wasser auf den menschlichen Körper.