Oceanwettkämpfe bei untypischem Australischem Wetter

Die starke Australische Konkurrenz und die windigen Bedingungen waren die Hauptthemen bei den Oceanwettkämpfen. Die Schaffhauser hielten aber wacker mit, es gab mehrere Top Ten Rangierungen zu bejubeln.

 

Nachdem am Sonntag die letzte Disziplin im Pool erfolgreich absolviert wurde, ging es sofort ans Meer. Denn die Australischen Surf Skis und Rescue Boards wollte noch vor dem ersten Wettkampftag getestet werden. Hierfür konnte mit Heidi und Barni Fleuti, welche das Material bereits vorgängig reservierten, ein Deal zur Mitbenutzung gemacht werden. Sofort fühlten sich Marisa und Freddy wohl auf dem Wasser, auch wenn die Boards eher etwas weniger stabil waren als gewohnt.

 

Der erste Wettkampftag am Meer stand ganz im Zeichen der Oceandisziplinen. Schnell wurde klar, die Australier gehen lieber ins Meer als in den Pool. Denn das Starterfeld wurde deutlich grösser und neue Gesichter konnten am Strand angetroffen werden. Während es in der Kategorie von Marisa, den 30 – 34 jährigen Damen, noch meist für einen direkten Finallauf reichte, galt es in der Kategorie von Freddy in der Regel zuerst einen Vorlauf zu bestreiten. Einzig im Surf Race ging es auch für Freddy und seine 28 Mitstreiter direkt im Final um die Medaillen. Dank einem hervorragendem Start, einem soliden Schwimmen um die Bojen und genügend Energie für den Schlussspurt zurück an den Strand, klassierte sich Freddy im ausgezeichneten 7. Schlussrang.

 

Auch bei Marisa lief es meist nach Plan, auch wenn sie zwischendurch etwas „Lehrgeld“ bezahlen musste. So paddelte sie im Board Race leider (nach ungläubigem herumschauen) den Argentinierinnen nach, welche sich für die kürzere Route entschieden als die restliche Konkurrenz. Dass diese allerdings den Parcours nicht korrekt verstanden hatten, kam am Ende bei der Disqualifikation heraus. Dafür resultierten die tollen Ränge 9 und 11 im Ski Race und Surf Race.

 

 

Zum Abschluss des Tages galt es im Oceanman, der Königsdisziplin des Rettungsschwimmens, nochmals ernst. Alleine musste die Schwimm-, Board- und Skistrecke zurückgelegt werden. Freddy konnte hier seine Vielseitigkeit unter Beweis stellen und hielt sich lange im Mittelfeld auf. Auf dem Surf Ski zum Abschluss konnte er sich gar noch etwas verbessern, so dass er an 11ter Stelle ins Ziel lief.

 

Am Dienstag standen dann sämtliche Teamdisziplinen auf dem Programm. Dies bedeutete für uns ein Ruhetag, welchen wir aber trotzdem mehrheitlich am Strand verbrachten. Während wir bei Regen eher ein gemütliches Café suchten, bewegten wir uns in den trockenen Phasen ein wenig. Denn das Paddeln auf Board und Ski bei dem unterdessen stärkeren Wind und mit etwas mehr Wellengang machte richtig Freude. Doch auch das Zuschauen bei den meist Australischen Mannschaften machte Eindruck.

 

Am letzten Wettkampftag sollten dann eigentlich die Beachdisziplinen im Vordergrund stehen, nur leider wurde immer mehr das Wetter zum Thema Nummer 1. Denn bei sehr böigem Wind mit Spitzengeschwindigkeiten von über 100 km/h musste der Wettkampf mehrmals unterbrochen werden. Einzig der Beach Run am frühen Morgen konnte noch planmässig durchgezogen werden. Hier resultierte der gute 11. Schlussrang für Freddy. Nach langem Warten und einigen Regenschauern konnte doch noch der Beachsprint durchgeführt werden. Marisa qualifizierte sich für den Final der schnellsten 10 und beendete diesen auf dem hervorragenden 9. Platz. In einem weiteren Unterbruch konnten wir kurz auf den Pier laufen, von hier oben konnte die volle Kraft der unterdessen grossen Wellen beobachtet werden, richtig beeindruckend.

 

Im Nachmittag wurde der Strand dann komplett geschlossen, ebenso wie auch der Champs Hub (Aufenthalts und Verpflegungszelt für Wettkämpfer und Zuschauer). So wurden die letzten Finalläufe der Beachsprint Relay in einem nahegelegenen Park auf der Wiese ausgetragen. An ein Beach Flags war an diesem Mittag nicht mehr zu denken, denn man hatte bald den Eindruck, es habe mehr Sand in der Luft als sonst irgendwo. So wurde die letzte Wettkampfdisziplin um einen Tag nach hinten geschoben. Trotzdem machten wir am Abend unser bereits vereinbartes WM-Abschlussessen im Restaurant des Glenelg Surf Life Saving Clubs.

 

Durch das Verschieben des Beach Flags wurde leider nichts mit Ausschlafen am Donnerstag. Doch das Aufstehen lohnte sich. Denn der Wind hat nach der sehr stürmischen Nacht etwas nachgelassen und dank dem grossen Einsatz der Helfer konnten am Morgen 2 neue Beach Flags Felder errichtet werden. So standen Marisa und Freddy noch ein letztes Mal an diesen Titelkämpfen im Einsatz. Mit den Rängen 6 (Marisa) und 7 (Freddy) nahmen die Wettkämpfe nach einer Woche ein positives Ende.

 

Nicht nur die Athleten sondern das gesamte Team blickt zufrieden auf die Weltmeisterschaften zurück. Es konnten die erwarteten Leistungen abgerufen oder gar übertroffen werden. Zudem herrschte eine tolle Stimmung unter allen Beteiligten. Neue Kontakte wurden geknüpft und viele imposante Eindrücke können mitgenommen werden.

 

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