SLRG Fricktal im Einsatz in Lörrach

cas. Fast schon aus Tradition, beteiligten sich die jugendlichen Fricktaler Rettungsschwimmer und -Schwimmerinnen am 38. internationalen Vergleichswettkampf in Lörrach. Und dies mit einer Rekorddelegation von neun Teams, die am Samstagabend von dem wie immer stimmungsvollen Wettkampftag im Lörracher Hallenbad glücklich mit fünf Podestplätzen heimkehrten.

 

Resultate gut - sogar besser als im Vorjahr! -, Stimmung gut, Alles gut? Solange im Sport nur die vordern Ränge zählen, eindeutig ja. Sieht man aber das Geschehen im Bassin und weiss, wie oft wenige Punkte zwischen Medaille und "ferner schwammen" liegen, dann lohnt sich ein vertiefender Blick allemal.

Klar, schwimmen können sie alle, von den hoffnungsvollen Einsteigern bis zu den Grossen immer besser, wobei die Fricktaler ja in diversen Altersklassen mit einigen Schweizer Jugendmeistern und -meisterinnen antraten. Aber gerade die technisch anspruchsvolleren Teile oder Disziplinen - hier namentlich die Puppenstaffel oder die Rettungsleinenstaffel - offenbarten, wer einzelne Elemente oder koordinierte Abläufe gut trainiert hat und wer weniger. Ein einfaches Beispiel gefällig?

 

Energie und Zeit sparen - wozu?

 

Viele kennen die Rollwende, jenes Energie und Zeit sparende Bewegungselement, womit Sportschwimmer nach einer Bahnlänge weitere 25 Meter in Angriff nehmen. Es braucht einige Übung, um dieses gleichzeitige Abtauchen und Drehen mit Schwung und vor allem in der richtigen Distanz zur Beckenwand so perfekt anzusetzen, dass unter Wasser an der Wand kraftvoll mit beiden Beinen abgestossen werden kann. Wers beherrscht, ist deutlich schneller unterwegs. Umso schwieriger wird dieses Element, wenn eine Wettkampf-Disziplin Schwimmen mit Flossen vorsieht.

 

Eine weitere Steigerung der Schwierigkeit entsteht, wenn es im Staffelwettbewerb gilt, ein Gerät wie die Rettungspuppe oder den Gurt der Rettungsleine dem nächsten Schwimmer zu übergeben. Hier können sogar schnelle Schwimmer verlieren - und langsamere, dafür eingespielte Teams viel Boden oder eben Wasser gutmachen.

 

Energie optimal einsetzen, gute Koordination, Beherrschung des Geräts, schnell sein: im Sport generell das A und O. Was dies mit dem Rettungswesen zu tun hat? Nun, hier können im Extremfall Sekunden und sichere Handgriffe über Leben und Tod entscheiden. Natürlich holt kein Bademeister am Bassin einen Erschöpften mithilfe der Rettungsleine aus dem Wasser. Im freien Wasser aber ists dramatischer und sieht eine Rettung ganz anders aus als im Bassin.

Im Lörracher Vergleichswettkampf gabs keine derart gravierenden Situationen. Neben sehr wenigen Fehlstarts und einigen Muskelkrämpfen - denn das Engagement war bei allen Beteiligten erfreulich hoch - war lediglich das Absaufen einer Rettungspuppe zu verzeichnen. Sie konnte gerettet werden.

 

Aus den Ranglisten:

 

AK17/18 Herren:     Platz 2

AK15/16 Herren:     Platz 1

AK15/16 Damen:      Platz 4

AK13/14 Herren:     Platz 7

AK13/14 Damen:      Platz 3

AK12 Herren:          Platz 3 & Platz 5

AK12 Damen:          Platz 3 & Platz 8

 

Gesamthaft nahmen 56 Teams am Wettkampf in den verschiedenen Altersklassen (AK) teil.


 

 

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