Kuhglocke bleibt im Talkessel Schwyz

Rettungssport: SLRG Innerschwyz ist das Mass aller Dinge im Freigewässer.


Am diesjährigen Victorinox Cup, dem ältesten internationalen Rettungsschwimmer Wettkampf in der Schweiz, kam es zu einem klaren Sieg der Rettungsschwimmer aus dem Talkessel von Schwyz.

 

Nachdem bereits beim letzten Mal die Rettungsschwimmer der SLRG Innerschwyz den Victorinox Cup gewonnen haben, setzte diese alles daran den „Pokal“ (Schweizer Kuhglocke) wieder für ein Jahr im Schaukasten der Badi Seewen ausstellen zu können. Die Innerschwyzer Athleten machten gleich beim ersten Finallauf klar, dass sie das Mass aller Dinge sind. So gewannen beim ersten Finallauf in der Disziplin "Board Race" bei den Damen Marin Ballat (Goldau) vor Daniela Reichmuth (Schwyz), und bei den Herren Pascal Stöckli (Lauerz) vor Kevin Schuler (Arth) und Nico Lenzlinger (Schwyz) Gold,Silber und Bronze. Beim "Surf Ski Race" und beim "Oceanman" änderten sich bei der Siegerehrung der Herren lediglich die Positionen der beiden ersten Athleten, aber nicht mehr die Namen. So gewann Schuler vor Stöckli. Die Schwyzerin Daniela Reichmuth gewann nebst dem der Silbermedaille im "Board Race" und im "Ocenwoman" die Goldmedaille im "Surfski Race" und bewies sich als sicherer Wert der neuen Innerschwyzer Generation.

 

Neue hochmotivierte Generation
Die SLRG Innerschwyz hat es unter dem neuen Sportchef Kevin Schuler geschafft eine neue Generation hochmotivierter und erfolgreicher Leistungssportler zu generieren. So mischen immer mehr dieser Athleten auf den vordersten Rängen mit. Am vergangenen Wochenende zeigten dies neben Ballat, Reichmuth und Lenzlinger auch die beiden U18 Elite-Junioren Tobias Tunzi (Ibach) mit seiner Silbermedaille im "Surfrace" und Fabienne Blum (Brunnen) mit der Bronzemedaille im "Oceanwoman". Dies wiederspielgelte sich dann auch in der Gesamtwertung damit, dass nicht nur das 1. Team der SLRG Innerschwyz vor den Rettungsschwimmern aus Baden-Brugg den Vicorinox Cup 2015 klar gewonnen haben, sondern dass das zweite Team der SLRG Innerschwyz den 3. Platz mit lediglich 6 Punkten Abstand zum 2. Platzierten belegt hat.

 

Leistungshungrige Junioren
Damit die Vereinszukunft gesichert werden kann, ist es essentiell, dass die Nachwuchsschwimmer den Sprung zu den Erwachsenen auch wirklich vollziehen und sich langfristig für das Rettungsschwimmen begeistern. Dies gelingt der Sektion Innerschwyz durch Trainings im Juniorenalter welche die Sportlerinnen und Sportler fördert und auf fordert. Die Trainings werden durch aktive Wettkampfrettungsschwimmer geleitet, welche dadurch eine wichtige Vorbildsfunktion einnehmen. Seit rund drei Jahren, ist der Übergang vom Junioren- zum Erwachsenenschwimmen nicht durch eine Altersguillotine festgelegt, sondern wird unter Berücksichtigung des Freundeskreises und dem Leistungsniveau individuell gesteuert. Dank diesem neuen Konzept gelingt die Integration der Jungen Athleten sehr gut. Seit der Saison 2014 setzt die SLRG Innerschwyz in enger Zusammenarbeit mit dem im Jahr 2014 neu gegründeten „Surf Life Saving Club Lauerz“ vermehrt auf die Jugendarbeit. Mit einem attraktiven Sportprogramm werden bereits die jungen Innerschwyzer Nachwuchsschwimmer so gefördert, dass sie mit zwei Schwimm- und einem Freigewässertraining an den Trainingsalltag ihrer grossen Vorbilder herangeführt werden. Mit dem Freigewässertraining für Junioren leistet die SLRG Innerschwyz wieder einmal mehr Pionierarbeit im Schweizer Rettungsschwimmsport und will sich somit längerfristig als ein aktiver Sportverein positionieren, welcher seine Athleten bereits in jungen Jahren auf internationales Niveau hieven kann. Das es funktioniert, bewies der erst 14-jährige Marco Inderbitzin (Brunnen) am Victirinox Cup 2015 mit seiner Finalqualifikation in der Disziplin "Board Race".