40 Ertrinkungsopfer schweizweit – SLRG übersetzt Baderegeln in weitere Sprachen für Asylzentren

Die Schweizerische Lebensrettungs-Gesellschaft SLRG zählt 2015 bisher 40 Ertrinkungsfälle.


Viele davon liessen sich mit risikobewussterem Verhalten und dem Einhalten der SLRG Bade- und Flussregeln verhindern. Auffallend: häufig sind Asylsuchende betroffen. Darum hat die SLRG als Sofortmassnahme ihre Bade- und Flussregeln nun in die gängigsten Sprachen dieser Risikogruppe übersetzt.

 

Der diesjährige Sommer präsentierte sich bisher von seiner schönsten Seite und lockte bei heissen Temperaturen und Sonnenschein viele Menschen an die Ufer der verschiedenen Schweizer Gewässer. Doch wo sich viele Menschen am Wasser aufhalten, steigt auch die Wahrscheinlichkeit von Unfällen. Bis jetzt wurden 40 Ertrinkungsfälle schweizweit gezählt. Davon ereigneten sich 19 in Seen (davon 2 Tauchunfälle), 19 in Flüssen und 2 in Badeanstalten. Unter den Opfern befanden sich 31 Männer, 3 Frauen und 6 Kinder.


Effektiver Schutz: Risikobewusstsein sowie SLRG Bade- und Flussregeln einhalten
Die SLRG stellt fest, dass es immer noch an Risikobewusstsein im Umgang mit dem Wasser fehlt. Zentral muss im Wasser die Frage sein: „bin ich sicher?“ Das und das konsequente Befolgen der SLRG Bade- und Flussregeln sind der Schlüssel zu einem Aufenthalt am Wasser, der von Spass und Freude geprägt ist. Darum bittet die SLRG auch die Medienschaffenden immer wieder konsequent auf die SLRG Bade- und Flussregeln hinzuweisen und so den Plafond für eine breite Verankerung dieser wichtigen Botschaften zu bereiten. Im Weiteren empfiehlt die SLRG beim Flussschwimmen eine Schwimmweste zu tragen und beim Schwimmen längerer Strecken in Seen eine Baywatchboje oder ähnliches mitzuführen.

 

Baderegeln neu auch in arabisch, Tigrinya und Co.
Die Schweizerische Lebensrettungs-Gesellschaft hat aufgrund der vielen Ertrinkungsfälle von Asylsuchenden, Personen mit Migrationshintergrund sowie Touristen reagiert (gezählt wurden 17 Ertrinkungsopfer) und die 6 Bade- und Flussregeln auf weitere Sprachen übersetzen lassen: das in Eritrea gesprochene Tigrinya, arabisch - etwa für die Syrer -, tamilisch, englisch, serbokroatisch, portugiesisch sowie somalisch. Die SLRG erhofft sich durch diese Massnahme, welche zusammen mit der Abteilung Transkulturelle Kompetenz des Schweizerischen Roten Kreuzes umgesetzt wurde, noch mehr Menschen erreichen zu können. Das Ziel der SLRG ist es, zum richtigen Verhalten am, im und auf dem Wasser aufzurufen und dadurch Leben zu retten. Die übersetzten Regeln werden den Asylzentren via Staatssekretariat für Migration zur Verfügung gestellt und stehen zudem auf der SLRG-Website zum Download zur Verfügung.