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«Die Vielfalt war spürbar»

Eine grossangelegte Plakataktion und viele weitere Ideen fürs 2021. Wir blicken zurück auf das Präventionsprojekt «Corona-Sommer 2020» und wie es die Mitglieder der SLRG Sektion Rapperswil-Jona erlebt haben. Ein Gespräch mit Sektionspräsidentin Regina Lehner.

 

Hallo Regina, wie war rückblickend die Zeit in dieser speziellen Lage?

Ich fand es ziemlich anstrengend, da mein Arbeitspensum unverändert war, aber das Homeschooling und damit auch zusätzliche Haushaltarbeiten hinzukamen. Zudem fehlte und fehlt die Planungssicherheit, insbesondere auch für die Vereinsaktivitäten und Kurse.

   

Was waren die grossen Herausforderungen für die Sektion Rapperswil-Jona? 

Schwierig war insbesondere der Entscheid, ob wir das Lützelauschwimmen mit rund 400 Teilnehmenden im August durchführen sollen. Da es das 50. Schwimmen war, welches wir mit einem grossen Helferfest verbinden wollten, haben wir uns schliesslich Ende Juni gegen die Durchführung entschieden.

   

War es schwierig deine Mitglieder wieder zu reaktivieren nach der langen Starre?

Ja, aber das lag nicht an den Mitgliedern, sondern am Wetter. Da die Hallenbäder in Rapperswil-Jona bis nach den Sommerferien geschlossen blieben, fanden die Trainings im See bzw. Freibad statt. In den ersten beiden Wochen mussten wir sie aber wegen dem schlechten Wetter absagen und dann blieben nur noch zwei Wochen bis zu den Sommerferien. Dafür haben wir uns während den Sommerferien zu freien Trainings getroffen.

 

Bei der Jugendgruppe haben wir sofort wieder mit dem Training begonnen und bei Regen ein Programm im Trocknen mit Milu-Puzzles und -Memories zusammengestellt.

     

Was ging dir durch den Kopf, als du von der Lancierung des Präventionsprojekts «Corona-Sommer 2020» erfahren hast?

Mir leuchteten die Argumente der SLRG sofort ein: Wenn alle in der Schweiz bleiben und die Bäder weniger Personen zulassen, ist das Risiko für zusätzliche Ertrinkungsunfälle gross. In Rapperswil hat es viele (mehr oder weniger geeignete) Plätze, um im See zu baden und auch in normalen Jahren werden diese regelmässig genutzt. Wenn die Leute an diesen Orten sensibilisiert werden können, kann sicher der eine oder andere Unfall verhindert werden.

 
Welche Instrumente/Ansätze habt ihr davon umgesetzt resp. seid ihr angegangen? Welche Massnahmen habt Ihr umgesetzt?
Wir haben insbesondere die Baderegeln-Kampagne geprüft, aber festgestellt, dass die fixe Installation der Tafeln mehr Vorlaufzeit braucht. Daher haben wir mit der Stadt Rapperswil-Jona ein Plakat entwickelt, welches an sechs Standorten am See auf mobilen Plakatwänden platziert werden konnten. Zudem stellte uns die Stadt auf dem ganzen Gemeindegebiet ihre A0-Plakatwände zur Verfügung, welche ursprünglich für die1.August-Feier reserviert waren. Dort hingen die Plakate von Mitte Juli bis Mitte September.

 
Die Vorbereitungen für die Präventionspatrouillen wurden ebenfalls getroffen, konnten aber schliesslich nicht durchgeführt werden. Es scheiterte unter anderem daran, dass wenn die Mitglieder Zeit hatten, das Wetter nicht so gut. Vermutlich hätten wir gleich zu Beginn fixe Termine für die Patrouille setzen sollen.

 

Musstet ihr lange mit den Behörden verhandeln, um dies umzusetzen?

Nein, der Sportverantwortliche der Stadt Rapperswil-Jona war sofort für das Projekt zu begeistern. Er benötigte jedoch ein Arbeitspapier mit Standorten und Kostenübersichten, dass er dem Stadtrat präsentieren konnte. Diese haben das Projekt sofort unterstützt und die ganze Plakatkampagne finanziert, aber durch diesen Ablauf war es schon fast anfangs Juli, bis wir mit der Plakatgestaltung beginnen konnten. Zum Glück hat uns die Druckerei dabei tatkräftig unterstützt.
 
Welchen Mehrwert siehst du durch diese Massnahmen in der Ertrinkungsprävention für die SLRG und ihre Sektionen?
Die Risiken des Aufenthalts am und im Wasser wurden dieses Jahr breit thematisiert und die Sensibilisierung der Bevölkerung hilft, solche Unfälle zu reduzieren. Da die Medien häufig berichteten und insbesondere auf die Baderegeln hinwiesen, hatte die SLRG eine gute Plattform, um sich zu präsentieren. Für die einzelne Sektion wirkt sich das indirekt positiv aus, weil man die SLRG nun eher kennt. Eine Erhöhung der Mitgliederzahlen erwarte ich dadurch jedoch nicht.
 
Wie plant Ihr das nächste Jahr in Anbetracht der Corona-Krise?

Bisher haben wir uns noch nicht damit befasst. Im Moment versuchen wir, die ausgefallenen Kurse nachzuholen und prüfen laufend, ob wir die bis Ende Jahr geplanten Vereinsanlässe durchführen können.

 

Wenn du das Projekt in Relation zur letzten November erarbeiteten Strategie setzen müsstest, wie würde dein Fazit lauten?
Die Vielfalt konnte so zusammengebracht werden und auf ein gemeinsames Ziel hinwirken, wie es die Strategie betont. Jeder konnte sich in jenem Bereich einbringen, in welchem er sich wohl fühlte.
 
Wie fühlt es sich an auch im Auftrag als SRK-Rettungsorganisation unterwegs zu sein?

Es ist schön, dass wir mit dem Rettungsschwimmen Sport und Bewegung mit dem Gedankengut des SRK kombinieren können. Unser Hobby ermöglicht es vielen, ihre Hobbies sicher ausüben zu können.
 
Was nehmt ihr daraus für die Zukunft mit? Gibt es weiterführende längerfristige Gedanken oder gar Konkretes, das ihr in Zukunft in Rapperswil-Jona tun möchtet?
Ja, wir haben ein ganzes Konzept für die Stadt Rapperswil-Jona entwickelt. In diesem Sommer haben wir mit extra für Rapperswil-Jona entworfenen Plakate gearbeitet.

 
Für nächsten Frühling werden wir die Platzierung von festen Baderegeln-Tafeln der Visana prüfen und umsetzen. Zudem haben wir das Anstreichen der grauen Rettungs-Ring-Boxen mit roter Farbe thematisiert.

 

Rôle d’auxiliaires des pouvoirs publics

Die SLRG ist Mitglied des Schwei­zeri­schen Roten Kreuzes (SRK) und trägt den Zusatz «Rettungs­organisation des SRK». Dieser Titel ist nicht nur Ehre, sondern auch Be­kenntnis. Die in der Bundes­verfassung verankerte «Rôle d’auxiliaires de pouvouirs publics» ver­pflichtet: Die SLRG unterstützt als SRK-­Rettungs­organisation in Krisen­zeiten und Not­lagen Staat und Behörden mit ihrer Expertise und Präventions­arbeit. Diese Aufgabe stützt sich auf die Genfer Kon­ven­tionen von 1949, die Statuten der Rotkreuz- und Rot­halb­mond­bewegung und die nationale Gesetz­gebung.