Internationaler Tag der Ersten Hilfe

Unfälle und Erste Hilfe gehören zum Alltag.


Ob zu Hause, am Arbeitsplatz oder in der Freizeit, meist ereignen sich Unfälle in einer vertrauten Umgebung. Am Internationalen Tag der Ersten Hilfe, vom 13. September, rufen die Rettungsorganisationen des Schweizerischen Roten Kreu-zes die Bevölkerung auf, die lebensrettenden Sofortmassnahmen regelmässig zu repetieren, um im Notfall den Menschen in der eigenen Umgebung rasch und wirksam helfen zu können.


Unfälle gehören zum menschlichen Alltag. Bei einem kleineren Missgeschick oder Un-wohlsein genügen die praktisch in jedem Haushalt bereit stehenden Pflästerchen oder Schmerztabletten. Doch was, wenn die Ambulanz aufgeboten werden muss? Unter welcher Telefonnummer erreicht man den Rettungsdienst? Wie stoppt man eine grös-sere Blutung? Wie lagert man eine bewusstlose Person? Wie funktioniert die Herz-Lungen-Wiederbelebung?


Vielfältige Kursangebote nutzen
Am Tag der Ersten Hilfe vom 13. September erinnern die Rettungsorganisationen des Roten Kreuzes an die Bedeutung der Nothilfe im Alltag, denn die meisten Unfälle er-eignen sich bei gewöhnlichen Verrichtungen in vertrauter Umgebung. So verzeichnete die Suva im Jahr 2013 263‘000 Nichtberufsunfälle. Diese übertreffen die Berufsunfälle (181‘000) in ihrer Anzahl deutlich. Auch eine vor wenigen Monaten veröffentlichte Stu-die der bfu über das Gesamtunfallgeschehen in der Schweiz erinnert an die grosse Zahl der Unfälle in Haus und Freizeit. Dabei werden Unfälle mit Verletzungsfolge oft durch Stürze hervorgerufen. Etwa ein Fünftel der Unfälle in Haus und Freizeit ereignet sich bei „unbezahlten“ Arbeiten wie Kochen, Reinigen oder Heimwerken.


Die Kursangebote in der Ersten Hilfe sind vielfältig. Samaritervereine und Militärsani-tätsvereine veranstalten im ganzen Land Nothilfe-, Reanimations- oder Repetitionskur-se. Neben Kursen für Eltern von kleinen Kindern gibt es solche, die speziell auf Sport-unfälle oder andere Notfälle ausgerichtet sind. Die Sektionen der Schweizerischen Le-bensrettungs-Gesellschaft (SLRG) bieten verschiedene Ausbildungsmodule rund um
die Wasserrettung an. Diese beginnen beim Jugendbrevet und enthalten Module für die Rettung aus Seen und Flüssen, Reanimations- sowie auch Wiederholungskurse.


Neues Erste-Hilfe-App
Unterstützung bei Notsituationen im Alltag bietet auch das neue Erste Hilfe App der SRK-Rettungsorganisationen; dieses kann im App Store und bei Google Play in den Sprachen Deutsch, Französisch, Italienisch, Rätoromanisch und Englisch gratis herun-tergeladen werden. Das App bietet für Notsituationen von der Allergie bis zum Zecken-biss gut verständliche Schritt-für-Schritt-Anleitungen. So gibt es fast zu jedem Thema einen kurzen Film, der die notwendigen Massnahmen vordemonstriert. Die Anweisun-gen werden von animierten Grafiken unterstützt. Ist das Alarmieren des Rettungsdiens-tes erforderlich, wird auf dem Handy automatisch die Notrufnummer 144 eingestellt.


Das App vermittelt Erste-Hilfe-Kenntnisse, um Grundlagen zu erarbeiten und zu repe-tieren. Eingebaute Quiz ermöglichen es, die erzielten Lernfortschritte zu überprüfen. Ein eigenes Kapitel gibt es zum Thema Prävention: Hier erfährt man, wie man sich vor einer Grippe schützt, wie man mit gefährlichen Chemikalien umgeht, wie man sich auf Reisen in Gefahrengebiete (Erdbeben, Überschwemmungen, Vulkane usw.) vorbereitet.


Aktueller Ratgeber
Wer lieber ein Buch zur Hand nimmt, findet im Buch „Erste Hilfe leisten – sicher han-deln“ einen aktuellen Ratgeber. Dieser ist Anfang Sommer 2014 in deutscher Sprache erschienen; Ausgaben in Französisch und in Italienische werden Anfang 2015 folgen. Der Ratgeber – er behandelt Notfallsituationen von Atembeschwerden bis Zahn-schmerzen – ist im Buchhandel für 39 Franken erhältlich.